Deine Bestellung ist für den kostenlosen Versand qualifiziert! Noch €45 bis zum kostenlosen Versand

Warenkorb 0

Sorry, sieht so aus, als hätten wir nicht genug von diesem Produkt.

Kombinieren mit
Zwischensumme Kostenlos
gem. §19 UStG wird keine MwSt. ausgewiesen
  • Apple Pay
  • Google Pay
  • Klarna
  • Mastercard
  • PayPal
  • Shop Pay
  • Visa
Diabild

Carvacrol und Thymol: Die Pflanzenstoffe im Oreganoöl erklärt

Wer sich mit Oreganoöl beschäftigt, stößt schnell auf zwei Begriffe: Carvacrol und Thymol. Beide sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Monoterpenphenole und gelten als die charakteristischen Inhaltsstoffe des ätherischen Oreganoöls. Doch was genau sind diese Stoffe, woher kommen sie, und warum sind sie für die Qualität eines Oreganoöl-Produkts so entscheidend?

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Pflanzen bilden neben ihren Grundbausteinen - Kohlenhydrate, Fette, Proteine - eine Vielzahl weiterer chemischer Verbindungen, die als sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den primären Stoffwechselprodukten sind sie nicht unmittelbar für das Wachstum der Pflanze notwendig. Stattdessen erfüllen sie andere Aufgaben: Schutz vor Fraßfeinden, Abwehr von Mikroorganismen, Anziehung von Bestäubern oder UV-Schutz.

Zu den bekanntesten Gruppen sekundärer Pflanzenstoffe gehören Polyphenole (z.B. in Grüntee), Carotinoide (z. B. in Karotten), Glucosinolate (z.B. in Brokkoli) - und Terpene, die Hauptgruppe, zu der auch Carvacrol und Thymol zählen.

Terpene und Monoterpene: Einordnung in die Phytochemie

Terpene sind eine der größten und vielfältigsten Klassen von Naturstoffen überhaupt. Sie bestehen aus Isopren-Einheiten (C₅H₈) und werden nach ihrer Größe eingeteilt: Monoterpene (C₁₀), Sesquiterpene (C₁₅), Diterpene (C₂₀) und so weiter.

Monoterpene sind die kleinsten und leichtesten Terpene. Sie sind flüchtig, stark aromatisch und bilden den Hauptanteil vieler ätherischer Öle. Bekannte Beispiele neben Carvacrol und Thymol sind Linalool (Lavendel), Menthol (Pfefferminze) und Limonen (Zitrusfrüchte).

Vielleicht klingt der Begriff „Terpene" vertraut: Auch beim sogenannten Waldbaden (Shinrin Yoku) spielen Terpene eine Rolle. Nadelbäume geben Monoterpene wie α-Pinen und β-Pinen an die Luft ab. Die Terpene im Oreganoöl - Carvacrol und Thymol - gehören zur Untergruppe der Monoterpenphenole, also Monoterpene mit einer Phenol-Gruppe (OH-Gruppe am aromatischen Ring).

Carvacrol: Der Hauptinhaltsstoff des Oreganoöls

Carvacrol (5-Isopropyl-2-methylphenol) ist der mengenmäßig dominante Inhaltsstoff im ätherischen Oreganoöl. Je nach Herkunft, Erntezeitpunkt und Oregano-Sorte kann der Carvacrol-Gehalt zwischen 40 und 85 Prozent des ätherischen Öls ausmachen.

In der Natur kommt Carvacrol nicht nur im Oregano vor. Es findet sich auch in Thymian (Thymus vulgaris), Bohnenkraut (Satureja), Bergbohnenkraut und einigen anderen Lippenblütlern. Der Name „Carvacrol" leitet sich von Carum (Kümmel) ab, obwohl es dort nur in Spuren vorkommt.

Carvacrol ist bei Raumtemperatur eine farblose bis leicht gelbliche Flüssigkeit mit einem intensiven, warmen, thymianartigen Geruch. Es ist der Stoff, der dem Oreganoöl seinen charakteristischen Duft verleiht.

Carvacrol in der Forschung: Seit dem Jahr 2000 sind auf wissenschaftlichen Publikationsplattformen wie PubMed und ScienceDirect weit über 2.500 Studien zu Carvacrol und seinen Eigenschaften erschienen. Der Stoff ist Gegenstand intensiver Grundlagenforschung in den Bereichen Phytochemie, Lebensmitteltechnologie und Mikrobiologie. Die Ergebnisse dieser Forschung sind allerdings größtenteils In-vitro-Studien (Laborversuche) und Tierstudien - groß angelegte klinische Humanstudien stehen noch weitgehend aus.

Thymol: Der zweite Schlüssel-Inhaltsstoff

Thymol (2-Isopropyl-5-methylphenol) ist ein Isomer von Carvacrol - beide haben die gleiche Summenformel (C₁₀H₁₄O), aber eine leicht unterschiedliche räumliche Struktur. Im Oreganoöl macht Thymol typischerweise 2 bis 5 Prozent des ätherischen Öls aus - deutlich weniger als Carvacrol, aber als Begleitstoff bedeutsam.

Thymol ist der namensgebende Inhaltsstoff des Thymians. Es wird auch industriell genutzt, etwa als Bestandteil mancher Mundspülungen. In der Pflanzenwelt erfüllt Thymol eine ähnliche Funktion wie Carvacrol: Es ist Teil des natürlichen Schutzsystems der Pflanze.

Warum der Carvacrol-Gehalt ein Qualitätsmerkmal ist

Nicht jedes Oreganoöl enthält gleich viel Carvacrol. Der Gehalt hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Oregano-Art: Es gibt über 40 verschiedene Oregano-Arten. Für ätherisches Öl mit hohem Carvacrol-Gehalt wird in der Regel Origanum vulgare subsp. hirtum (griechischer Oregano) oder Origanum onites (türkischer Oregano) verwendet
  • Standort und Klima: Oregano aus trockenen, sonnigen Bergregionen bildet tendenziell mehr ätherische Öle als Pflanzen aus feuchteren Klimazonen. Griechischer und türkischer Oregano gelten als besonders gehaltreich
  • Erntezeitpunkt: Der Gehalt an ätherischen Ölen schwankt je nach Vegetationsphase. Die Ernte während oder kurz nach der Blüte gilt als optimal
  • Destillationsverfahren: Schonende Wasserdampfdestillation erhält die empfindlichen Monoterpenphenole besser als aggressive Extraktionsverfahren mit Lösungsmitteln

Auf unserem Bio-Oreganoöl findest du die genauen Angaben zu Carvacrol- und Thymol-Gehalt pro Kapsel. Jede Charge wird von einem unabhängigen Labor analysiert - das Laborzertifikat ist direkt auf der Produktseite einsehbar.

Was bedeutet das für die Einnahme?

Die hohe Konzentration von Carvacrol und Thymol ist auch der Grund, warum Oreganoöl nicht wie ein gewöhnliches Speiseöl behandelt werden sollte. Für einen Liter ätherisches Oreganoöl werden je nach Qualität 40 bis 60 Kilogramm frische Blätter destilliert - das Öl ist also extrem konzentriert.

Deshalb ist es sinnvoll, Oreganoöl in Kapseln einzunehmen, die eine präzise Dosierung ermöglichen und den direkten Kontakt der konzentrierten Pflanzenstoffe mit den Schleimhäuten verhindern. Idealerweise sind diese Kapseln magensaftresistent, damit die Monoterpenphenole nicht bereits im Magen freigesetzt werden, sondern erst im Dünndarm.

Häufige Fragen zu Carvacrol und Thymol

Was ist der Unterschied zwischen Carvacrol und Thymol?

Carvacrol und Thymol sind Isomere - sie haben die gleiche chemische Formel (C₁₀H₁₄O), aber eine unterschiedliche räumliche Anordnung der Atome. Im Oreganoöl ist Carvacrol der Hauptinhaltsstoff mit einem Anteil von typischerweise 60 bis 80 Prozent, während Thymol nur 2 bis 5 Prozent ausmacht. Beide gehören zur Gruppe der Monoterpenphenole und kommen in verschiedenen Lippenblütlern vor.

Wie viel Carvacrol sollte ein gutes Oreganoöl enthalten?

Ein hochwertiges ätherisches Oreganoöl sollte mindestens 60 Prozent Carvacrol enthalten. Gehalte von 70 bis 80 Prozent gelten als sehr gut.

Sind Monoterpene gefährlich?

Monoterpene wie Carvacrol und Thymol sind natürliche Bestandteile vieler Pflanzen und Gewürze, die der Mensch seit Jahrhunderten konsumiert. In der Konzentration, wie sie in ätherischen Ölen vorliegt, sind sie jedoch sehr intensiv. Deshalb sollte reines ätherisches Oreganoöl nicht unverdünnt eingenommen und die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden. Die Einnahme wird während Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Für mehr Information hierzu lies unseren Artikel darüber, wie man Oreganoöl richtig einnimmt.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Zuletzt aktualisiert: März 2026