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Zink: Ein essentielles Spurenelement

Dr. Jana Palm
6 Minuten

Zink Bisglycinat

In diesem Artikel

Zink Bisglycinat ist die chelatierte Form des essentiellen Spurenelements Zink - eine Form mit guter Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit. Für Zink gibt es ganze 17 zugelassene Health Claims, von der Immunfunktion über die Haut bis zum Testosteronspiegel: Kein anderer Mikronährstoff hat ein so breites, wissenschaftlich belegtes Funktionsspektrum. Und trotzdem wird Zink oft übersehen - oder in minderwertiger Form supplementiert. In diesem Artikel erklären wir, was Zink im Körper leistet, warum wir uns für die Bisglycinat-Form entschieden haben und für wen eine Supplementierung sinnvoll sein kann.

Was ist Zink und warum ist es so wichtig?

Zink ist ein essentielles Spurenelement - der Körper benötigt es in kleinen Mengen, kann es aber nicht selbst herstellen und nicht in relevanten Mengen speichern. Es muss regelmäßig über die Nahrung oder Supplementierung zugeführt werden.

Zink ist Bestandteil von über 300 Enzymen und an über 1.000 Transkriptionsfaktoren beteiligt - Proteinen, die die Genexpression steuern. Damit ist Zink nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im menschlichen Körper und an einer außergewöhnlich breiten Palette biologischer Prozesse beteiligt.

Im Körper ist Zink nicht gleichmäßig verteilt: Etwa 60% befinden sich in der Skelettmuskulatur, 30% in den Knochen und der Rest in Leber, Haut, Nieren und Prostata. Es gibt kein dediziertes Zinkspeicherorgan.

Welche Health Claims sind für Zink zugelassen?

Für Zink hat die EU mehr gesundheitsbezogene Aussagen zugelassen als für fast jeden anderen Nährstoff. Die wichtigsten im Überblick:

  • Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel bei
  • Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
  • Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei
  • Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion bei
  • Zink trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels bei
  • Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung

Was jeder einzelne dieser Claims biochemisch bedeutet und warum die EU-Formulierungen so gewählt sind, erklären wir im Detail in diesem Artikel.

Warum Zink Bisglycinat statt Zinkoxid?

Wie bei Magnesium gilt auch bei Zink: Die Form der Verbindung entscheidet über Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit. Am Markt dominieren günstige Formen wie Zinkoxid oder Zinksulfat. Wir haben uns bewusst für Zink Bisglycinat entschieden - und das hat drei Gründe.

Bioverfügbarkeit: Zink Bisglycinat ist eine chelatierte Verbindung - das Zinkion ist an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden. Diese Chelat-Struktur schützt das Zink vor Wechselwirkungen im Darm (insbesondere mit Phytinsäure, die in Getreide und Hülsenfrüchten vorkommt). Studien zeigen, dass chelatiertes Zink signifikant besser aufgenommen wird als anorganische Formen.

Verträglichkeit: Zinkoxid und Zinksulfat können bei empfindlichen Personen Übelkeit und Magenreizung verursachen. Zink Bisglycinat wird über Aminosäure-Transporter im Darm aufgenommen und ist deutlich magenfreundlicher.

Glycin als Chelat-Partner: Glycin ist die einfachste Aminosäure und selbst an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt - unter anderem an der Kollagensynthese und der Neurotransmitter-Produktion.

Einen ausführlichen Vergleich findest du im Artikel: Zinkbisglycinat vs. Zinkoxid.

Wie sollte man Zink Bisglycinat Kapseln einnehmen?

Unsere Zink Bisglycinat Kapseln enthalten 15 mg elementares Zink pro Kapsel - das entspricht 150 % des Nährstoffbezugswerts (NRV). Die empfohlene Tagesdosis ist  daher eine Kapsel.

Warum 15 mg und nicht genau 100% NRV (10 mg)? Die DGE empfiehlt je nach Geschlecht und Ernährungsweise 7-16 mg Zink pro Tag. Bei Frauen liegt der Richtwert bei 7-10 mg, bei Männern bei 11-16 mg - wobei die höheren Werte für Menschen mit hoher Phytatzufuhr gelten (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, vegane Ernährung). 15 mg deckt den Bedarf auch bei höherer Phytatzufuhr ab und liegt gleichzeitig unter der von der EFSA als sicher bewerteten Obergrenze von 25 mg pro Tag.

Einnahme-Empfehlung: Eine Kapsel täglich zu einer Mahlzeit. Die Einnahme mit Nahrung verbessert die Verträglichkeit.

Abstand zu Eisenpräparaten: Zink und Eisen konkurrieren um die gleichen Aufnahmewege im Darm. Daher empfiehlt es sich, mindestens 2 Stunden Abstand einhalten. Mit Magnesium gibt es keine relevante Wechselwirkung - beide können zur selben Mahlzeit eingenommen werden.

Für wen ist eine Zink-Supplementierung sinnvoll?

Die DGE geht davon aus, dass die meisten Deutschen ihren Zinkbedarf über die Ernährung decken können. Allerdings gibt es Gruppen, bei denen die Versorgung häufig suboptimal ist:

  • Vegetarier und Veganer: Pflanzliche Zinkquellen enthalten Phytinsäure, die die Zinkaufnahme hemmt. Die DGE empfiehlt für Menschen mit hoher Phytatzufuhr bis zu 50 % mehr Zink
  • Sportler: Zink geht über den Schweiß verloren. Gleichzeitig steigt der Bedarf durch erhöhten Stoffwechsel
  • Ältere Menschen: Die Resorption nimmt mit dem Alter ab, gleichzeitig sinkt oft die Zufuhr
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum: Alkohol erhöht die renale Zinkausscheidung

Welche Lebensmittel Zink liefern und warum die Bioverfügbarkeit aus pflanzlichen Quellen oft niedriger ist als gedacht, erklären wir in einem eigenen Artikel.

Qualitätskriterien unserer Zink Bisglycinat Kapseln

  • Zinkbisglycinat: Chelatierte Form für gute Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit
  • 15 mg elementares Zink pro Kapsel (150 % NRV)
  • Nur 3 Zutaten: Reismehl, Zinkbisglycinat, HPMC-Kapselhülle
  • Kein Magnesiumstearat, keine Farbstoffe, keine synthetischen Überzüge
  • Vegan (HPMC-Kapselhülle)
  • 1 Kapsel pro Tag - unkomplizierte Dosierung

Zink Kapseln

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15 mg Zink aus gut bioverfügbarem Zink Bisglycinat. In veganen HPMC Kapselhüllen, ohne Magnesiumstearat. 120 Kapseln.… mehr lesen

ZUM PRODUKT

Wer sollte Zink nicht einnehmen?

  • Personen mit Kupfermangel: Langfristig hohe Zinkdosen können die Kupferaufnahme hemmen. Bei unserer Dosierung (15 mg) ist das Risiko minimal, aber bei bekanntem Kupfermangel sollte ärztliche Rücksprache erfolgen
  • Bei Einnahme von Antibiotika (Tetracycline, Fluorchinolone): Zink kann die Aufnahme hemmen. Mindestens 2 Stunden Abstand
  • Schwangere und Stillende: Nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Kinder: Nicht empfohlen

Alles zur richtigen Einnahme - Zeitpunkt, Dosierung und Kombination mit Magnesium - und worauf man beim Kauf achten sollte, erklären wir in eigenen Artikeln.

Häufige Fragen

Warum Zinkbisglycinat und nicht einfach Zinkoxid?

Zinkoxid ist billig und hat einen hohen Zinkgehalt pro Gramm, aber niedrige Bioverfügbarkeit und schlechte Verträglichkeit. Zinkbisglycinat wird über Aminosäure-Transporter aufgenommen, umgeht die Phytinsäure-Blockade im Darm und ist deutlich magenfreundlicher.

Kann ich Zink zusammen mit Magnesium einnehmen?

Ja. Zink und Magnesium haben keine relevante Wechselwirkung und können zur selben Mahlzeit eingenommen werden. Beide sind essentielle Mineralstoffe mit unterschiedlichen Funktionsspektren.

Wie viel Zink pro Tag ist sicher?

Die EFSA hat das Tolerable Upper Intake Level für Zink auf 25 mg pro Tag festgelegt. Unsere Kapseln enthalten 15 mg - das lässt ausreichend Spielraum für die zusätzliche Zinkaufnahme über die Ernährung.

Woran erkenne ich, dass ich zu wenig Zink bekomme?

Ein subklinischer Zinkmangel äußert sich unspezifisch: häufige Infekte, verzögerte Wundheilung, brüchige Nägel, Haarausfall, trockene Haut. Diese Symptome können viele Ursachen haben - bei Verdacht ist ärztliche Abklärung sinnvoll.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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