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Zink kaufen: Worauf du bei der Qualität achten solltest

Dr. Jana Palm
4 Minuten

Zink kaufen

In diesem Artikel

Wer Zink kaufen möchte, findet eine unübersichtliche Auswahl - von günstigen Drogerieartikeln bis zu spezialisierten Chelat-Supplements. Die Preise variieren erheblich, und die Qualitätsunterschiede sind auf der Verpackung nicht immer erkennbar. In diesem Artikel erklären wir die fünf Kriterien, die den Unterschied machen können.

Welche fünf Kriterien sind entscheidend?

1. Die richtige Zinkverbindung

Das wichtigste Kriterium überhaupt. Zink gibt es in verschiedenen chemischen Verbindungen, die sich in Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit stark unterscheiden:

VerbindungBioverfügbarkeitVerträglichkeitAufnahmeweg
Zink BisglycinatHochSehr gutAminosäure-Transporter
ZinkcitratHochGutIonentransport
ZinkgluconatMittelGutIonentransport
ZinkoxidGeringOft MagenproblemeIonentransport

Wer Zink kaufen möchte, sollte auf die Verbindung achten. Viele Produkte verwenden Zinkoxid. Der Grund: Zinkoxid ist der günstigste Rohstoff, hat den höchsten elementaren Zinkgehalt pro Gramm (~80 %) und lässt sich leicht in hohen Dosierungen auf die Verpackung drucken.

Die chelatierte Form Zink Bisglycinat wird über Aminosäure-Transporter aufgenommen und umgeht damit zwei Probleme: die Phytinsäure-Blockade aus pflanzlicher Nahrung und die Konkurrenz mit anderen Mineralstoffen auf den Ionenkanälen.

2. Die Dosierung: Elementares Zink beachten

Beim Kauf von Zink ist ein häufiger Fehler: die Dosierung der Verbindung mit dem elementaren Zink zu verwechseln. "500 mg Zinkbisglycinat" klingt viel, enthält aber nur etwa 15-20 mg elementares Zink - denn der Rest ist der Chelat-Partner Glycin. Entscheidend ist immer die Angabe des elementaren Zinks pro Kapsel.

Die EFSA hat das Tolerable Upper Intake Level auf 25 mg elementares Zink pro Tag festgelegt (Supplementierung + Ernährung). Unsere Kapseln enthalten 15 mg - genug für eine effektive Supplementierung, aber sicher unterhalb der Obergrenze.

3. Saubere Zutatenliste

Ein hochwertiges Zink-Supplement braucht zwei bis drei Zutaten: die Zinkverbindung, optional einen Füllstoff (Reismehl) und die Kapselhülle. Viele Produkte enthalten zusätzlich: Magnesiumstearat (Trennmittel), Siliciumdioxid, Cellulose, Farbstoffe oder Überzugsmittel. Wer Zink kaufen will, sollte die Zutatenliste lesen - nicht nur die Vorderseite der Verpackung.

4. Pflanzliche Kapselhülle (HPMC)

HPMC-Kapseln sind pflanzlich, vegan und geschmacksneutral. Gelatinekapseln sind günstiger, aber nicht vegan. Tabletten enthalten oft zusätzliche Presshilfsmittel und Überzüge. Die Kapselhülle ist kein Marketingdetail - sie bestimmt mit, wie viele Hilfsstoffe im Produkt stecken.

5. Transparenz und Herstellerangaben

Seriöse Anbieter geben an: die exakte Zinkverbindung, die Menge elementares Zink pro Kapsel, die empfohlene Tagesdosis, den Herstellungsort und idealerweise ein unabhängiges Laborzertifikat.

Brauche ich überhaupt ein Zink-Supplement?

Nicht jeder braucht Zink als Supplement. Wer sich ausgewogen ernährt und regelmäßig tierisches Eiweiß, Käse und Vollkorn isst, deckt den Bedarf oft über die Ernährung. In bestimmten Situationen kann die Zufuhr trotzdem unter den Bedarf fallen:

  • Vegane Ernährung: Hohe Phytatzufuhr hemmt die Zinkabsorption. Die DGE empfiehlt Veganern bis zu 16 mg/Tag
  • Sport: Zinkverlust über den Schweiß plus erhöhter Bedarf durch Eiweißsynthese
  • Alter: Verminderte Resorption im Darm
  • Häufige Infekte: Zink trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei

Wer zu einer Risikogruppe gehört und Symptome wie häufige Infekte, Haarausfall oder verzögerte Wundheilung bemerkt, kann von einer gezielten Supplementierung profitieren.

Zink Kapseln

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15 mg Zink aus gut bioverfügbarem Zink Bisglycinat. In veganen HPMC Kapselhüllen, ohne Magnesiumstearat. 120 Kapseln.… mehr lesen

ZUM PRODUKT

Mono-Supplement oder Komplex?

Zink gibt es auch als Bestandteil von Multivitamin-Präparaten oder Mineralstoff-Komplexen. In diesen Produkten ist die Zinkdosierung oft niedrig (2-5 mg) und die verwendete Form ist häufig Zinkoxid. Wer gezielt seinen Zinkbedarf adressieren möchte ist mit einem Mono-Supplement in chelatierter Form besser bedient. Höhere Dosierung, bessere Form, kürzere Zutatenliste.

Alles zur richtigen Einnahme – Zeitpunkt, Dosierung und Kombination mit Magnesium – und einen vollständigen Überblick findest du im Hauptartikel zu Zink Bisglycinat.

Häufige Fragen

Worauf sollte ich beim Zink kaufen achten?

Auf fünf Kriterien: die Zinkverbindung (Bisglycinat ist die am besten bioverfügbare Form), die Dosierung (15 mg elementares Zink pro Kapsel ist ein guter Richtwert), eine saubere Zutatenliste, pflanzliche Kapselhülle (HPMC) und transparente Herstellerangaben.

Welche Zinkform ist die beste?

Zink Bisglycinat (chelatiert) hat die höchste Bioverfügbarkeit und beste Verträglichkeit. Zinkcitrat ist eine gute Alternative. Zinkoxid hat die geringste Bioverfügbarkeit und verursacht häufiger Magenprobleme.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.

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